Folge 27 - Peter und Andreas Haas - Kein Holzweg - Arbeitsschutz als Erfolgsstrategie - Teil 1

Shownotes

In der ersten Folge geht es um das Imageproblem des Arbeitsschutzes: Für viele Betriebe ist er noch immer Bürokratie, Zusatzaufwand und Kostenfaktor. Lars Schmidt spricht mit Peter und Andreas Haas darüber, warum genau diese Sichtweise gefährlich werden kann – wirtschaftlich, organisatorisch und haftungsrechtlich.

Im Mittelpunkt stehen steigende BG-Beiträge, Ausfallzeiten, schwere Unfälle und die Frage, warum gute Prävention messbar zum Unternehmenserfolg beitragen kann. Außerdem wird deutlich: Arbeitssicherheit ist auch ein Faktor für Arbeitgeberattraktivität und Nachwuchsgewinnung. ** Weiterführende Informationen & Hintergründe**

GMOH – Gesellschaft für Management, Organisation und Humankapital mbH Die GMOH begleitet Unternehmen bei der Entwicklung praxisnaher Management- und Arbeitsschutzsysteme und ist Partner des DeSH im aktuellen Branchenprojekt.

https://www.gmoh.de/

Arbeitsschutz-Navigator Der Arbeitsschutz-Navigator unterstützt Unternehmen dabei, Pflichten, Dokumente, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen digital und übersichtlich zu organisieren.

https://arbeitsschutz-navi.de/

Hat Ihnen diese Folge gefallen? Abonnieren Sie den TimberTalk überall, wo es Podcasts gibt, oder besuchen Sie uns auf www.zukunft-holz.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Arbeitsschutz

00:00:01: nervt,

00:00:02: sagen viele bis es kracht.

00:00:05: Dann geht es plötzlich nicht mehr um Formulare sondern um Menschenhaftung, Kosten und die Frage wie gut ein Betrieb wirklich geführt ist?

00:00:13: In dieser Timbertalk-Reihe sprechen wir darüber warum moderne Prävention kein Bremslutsch ist, sondern nicht der Erfolgsfaktor.

00:00:22: Herzlich willkommen beim TimberTalk dem Podcast für Verwendungsmöglichkeiten von Holz als Beitrag zu Klimaschutz Beschäftigung und Wertschöpfung.

00:00:31: Gemeinsam erkunden wir die Zukunft.

00:00:34: Mit Holz!

00:00:35: Ihr Gastgeber ist Lars Schmidt, der Hauptgeschäftsführer der deutschen Säge- und Holzinustrie.

00:00:40: Der Realitätsschock – wenn Arbeitssicherheit zum Kostenfresser wird.

00:00:45: In der ersten Folge geht es um das Imageproblem des Arbeitsschutzes.

00:00:49: Für viele Betriebe ist er noch immer Bürokratie, Zusatzaufwand und Kostenfaktor.

00:00:55: Lars Schmidt spricht mit Peter und Andreas Haas darüber, warum genau diese Sichtweise gefährlich werden kann wirtschaftlich, organisatorisch und haftungsrechtlich.

00:01:05: Im Mittelpunkt stehen steigende BG-Beiträge, Ausfallzeiten, schwere Unfälle und die Frage warum gute Prävention messbar zum Unternehmenserfolg beitragen kann.

00:01:16: Außerdem wird deutlich Arbeitssicherheit ist auch ein Faktor für Arbeitgeberattraktivität und Nachwuchsgewinnung.

00:01:25: Ja herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des Timbertrocks!

00:01:28: Heute mit dem Thema was in erster Linie vielleicht gar nicht so sehr etwas mit Holz zu tun hat, aber für unsere Branche natürlich unheimlich relevant ist.

00:01:35: Kein Holzweg kann man es genannt, Arbeitssicherheit als Erfolgsstrategie wie moderne Prävention den Betrieb schützt und... Kosten senkt.

00:01:42: und ich bin kein Experte, deswegen habe ich mir relevante Experten heute eingeladen.

00:01:47: Wir sind hier in Wiesbaden und ich darf ganz herzlich begrüßen den Andreas und Peter Haas.

00:01:52: wir haben uns im Vorfeld auf das Du geeinigt.

00:01:54: auch das sage ich immer dazu dass es nicht respektlos ist sondern dass wir uns darauf geeinig haben.

00:02:00: Wir haben ein gemeinsames Projekt laufen.

00:02:02: da kommen wir in der weiteren Folge noch dazu.

00:02:04: Wir wollen erstmal ganz allgemein einsteigen und wollen uns dem Thema Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz nähern wird ja oftmals von Firmen von den Unternehmen als vielleicht lästige Bürokratie abgetan.

00:02:16: Dabei ist es ganz, ganz vielschichtig und relevant.

00:02:19: Aber vielleicht zum Einstieg was hat euch da hingeführt?

00:02:22: Und was macht die GMOH MBH, die ihr betreibt Peter?

00:02:29: Ja das hat mich zum Arbeitsschutz geführt.

00:02:33: relativ einfach.

00:02:34: wir haben Beratungsfelder gesucht die Kunden Auf der einen Seite dringend benötigen, aber auf der anderen Seite selber nicht so im Fokus haben.

00:02:47: Die GMOH heißt übrigens ausgesprochen Gesellschaft für Management, Organisation und Humankapital, wurde in Jahr zweitausend von mir gegründet.

00:02:55: Wir sitzen in Rotgau bei Frankfurt am Main und beschäftigen uns seit zwei tausend Intensiv mit dem Thema Managing von Aufgaben vor allen Dingen auch in der Bauwirtschaft.

00:03:07: Ich selber komme auch aus der Bauwirtschaft, dementsprechend ist diese sicherheits- technische Betreuung noch ein Zusatzthema.

00:03:14: Und Andreas mein Sohn wird das Unternehmen jetzt weiterführen und somit ist es dann auch mehr Generationsthema?

00:03:23: Ja hatte ich vergessen.

00:03:24: Andreas du bist der Sohn.

00:03:25: wie bist Du da reingekommen?

00:03:26: natürlich über die Familie

00:03:27: Richtig also in dem Fall.

00:03:29: mein Vater hat das Unternehmen wie bereits eben schon gesagt zweitausend gegründet.

00:03:32: Und irgendwann stellt man sich ja auch selber mal die Frage, wo man beruflich mal hingehen möchte.

00:03:36: und kann man es sich das vorstellen.

00:03:39: Für mich war relativ schnell klar, als ich mir auch die Themengebiete und die Herangehensweise angeschaut habe, dass das etwas ist, wo ich mich drin wieder finde in Beratungsleistungen für Unternehmen.

00:03:52: Dementsprechend bin ich mit eingestiegen vor zwanzig Jahren eigentlich schon.

00:03:58: Und habe mich jetzt auch mittlerweile, würde ich sagen da auch dringend gefunden und etabliert.

00:04:03: Ich bin ja jetzt auch seit kurzem Geschäftsführer und bei uns im Hause eben zuständig für die Themen Produktdesign und Realisierung von komplexen Themen so einfach Anwendung im Arbeitsalltag.

00:04:15: Da ist ein Thema wie Arbeitsschutz geradezu predestiniert für

00:04:20: mehr Generationen in einem Unternehmen.

00:04:22: Da könnte man eine extra Podcastfolge glaube ich darüber machen.

00:04:24: aber heute wollen wir über das Thema Arbeitssicherheit sprechen.

00:04:28: Habe ich da übertrieben, dass dieses Thema tatsächlich ein Imageproblem hat.

00:04:31: Häufig ist es ja so, dass man diese Rückmeldung bekommt und das wird euch möglicherweise gehen wenn ihr mit eurem Thema in die Unternehmen reingevisiert ist.

00:04:40: Definitiv!

00:04:40: Also Arbeitsschutz hat immer erst mal so ein bisschen das Image, dass es zusätzliche Arbeit ist, dass das zusätzlich Bürokratie ist.

00:04:49: Dass es zusätzlich Kosten besteht.

00:04:51: Dass jeder damit irgendwie an der eigentlichen Arbeit gehindert wird.

00:04:55: Also dass es im Weg stehen würde während ich versuche meinen täglichen Job zu machen.

00:05:00: und genau das ist es eben nicht.

00:05:03: Es soll dafür sorgen, dass jeder, der morgens auf die Arbeit kommt genauso abends auch wieder nach Hause gehen kann.

00:05:08: Das heißt im Prinzip ist es für die Beschäftigten.

00:05:11: Es ist nicht gegen, es arbeitet nicht dagegen.

00:05:15: Arbeit hat aber das Image tatsächlich, ja.

00:05:18: Das stimmt.

00:05:19: Ja und was noch dazukommt ist es wird sehr oft als Zwang angesehen für das Unternehmen oder für die Unternehmer.

00:05:26: Die BG will das oder die Gewerbeaufsicht will das und dementsprechend wird's als Zwang natürlich auch als Bürokratiemonster angesehen.

00:05:35: Was viele dazu bringt einfach zu sagen ja solange keiner etwas von mir will mache ich da auch wenig.

00:05:42: Lass uns vielleicht mal die Begrifflichkeit definieren.

00:05:46: Ich habe es gerade festgestellt, wir haben mehrfach gewechselt.

00:05:49: jetzt glaube ich nur in der kurzen Einladung, wie war das bevor?

00:05:51: Ich mich damit auch so gerne bewusst bewusst.

00:05:53: Wir sprechen über Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz.

00:05:56: Was ist Arbeitsschchutz und was ist Arbeitssichert?

00:06:00: Arbeitssicherung ist ein unterbegriffliches Arbeitsschutzes.

00:06:03: Bei Arbeitssichenheit geht es um die Sicherheit, sicherheitstechnische Sicherheitsorganisatorischen ja Erarbeitung der Maßnahmen für Verhindern von Arbeitsunfällen.

00:06:18: Das Arbeitsschutzgesetz spricht aber von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, um das Thema Gesundheitsschutz geht.

00:06:26: was wir alle durch die Pandemie sehr intensiv lernen mussten hat es natürlich den Ansatz Arbeitsplätze so zu gestalten dass sie im Prinzip nicht gefährdet für die Gesundheit sind.

00:06:38: Das fängt mit Ergonomie-Themen an und, also das ist ein ganz breites Feld.

00:06:42: deshalb heißt Arbeitsschutz der Sammelbegriff zwischen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

00:06:47: Also man kann sagen dass es im Prinzip der Unterschied auf der einen Seite wirklich Unfälle akut Unfälle verhindern auf der anderen Seite soll jemand einem Arbeitsplatz dauerhaft und langfristig gesund arbeiten können?

00:06:57: Also jetzt nicht mal den Unfall sondern das Thema Ergonomie

00:06:59: usw.,

00:07:00: dass der Körper geschützt bleibt.

00:07:02: Wichtig!

00:07:02: Richtig genau

00:07:03: das trifft.

00:07:04: gut ja okay War mir auch so nicht bewusst der Unterschied, aber jetzt haben wir es so ein bisschen eingeordnet.

00:07:08: Wir waren uns aber darauf gearbeitet, dass wir einen weiteren Podcast über beide Themen oder die Gesamtheit sprechen wollen weil alles ist ein Thema was uns letztendlich hier beschäftigen soll.

00:07:19: Ich glaube was vielleicht bei den Unternehmen gleich gerade bei kleinen und mittleren Betrieben relevant ist?

00:07:25: Vielleicht ist das auch eine gewissesmaßen Beforderung man schiebt's auf diese Seite.

00:07:29: Was ist überhaupt relevant für die Unternehmen?

00:07:31: Der Begriff viele eben schon.

00:07:33: Arbeitsschutzgesetz also Relevant für die Unternehmen und was müssen Unternehmen tun?

00:07:38: Vielleicht mal so ganz grob.

00:07:39: Die erste Einordnung, was fällt da eigentlich wirklich unter die Pflichten?

00:07:43: Also das steckt schon viel vom Grundproblem drin.

00:07:47: Was ist überhaupt für mich relevant?

00:07:49: also was muss ich überhaupt tun?

00:07:51: weil Es gibt zahllose Gesetzen und Vorschriften, die mir begegnen.

00:07:55: Und überall steht Arbeitsschutz oben drüber!

00:07:57: Und es gibt zahllose Dokumentationspflichten... ...und was muss ich überhaupt tun?

00:08:01: Das auf den ersten Blick zu verstehen und zu realisieren.

00:08:04: Was habe ich jetzt davon umzusetzen in meinem

00:08:06: Arbeitsalltag?!

00:08:07: Welche Gefährdungen treffen wir überhaupt für mich zu?

00:08:09: Wie muss ich mit denen umgehen?

00:08:11: Wie kann nicht deren Herr werden?

00:08:12: Was muss sich dafür machen?

00:08:14: Das ist eben auf dem ersten Blick gar nicht erkennbar.

00:08:16: Da sind auch ein bisschen das... Die Berufsgenossenschaften so des Problemes geben immer vor Aber für die Realisierung ist man immer als Unternehmer erst mal selbst zuständig.

00:08:25: Und das heißt, der Partner, der mir als Erste zur Seite stehen sollte bei solchen Themen Sinn hat nunmal die Berufsgenossenschaften, die lassen einen da so ein kleines bisschen im Regen stehen.

00:08:33: Da gibt es zwar die berühmten Praxishilfen aber am Ende des Tages bist du immer dafür selbstzuständig, dass dann eben für dein Unternehmen umzusetzen.

00:08:39: und das ist für alle Unternehmen großes Problem.

00:08:44: Ja, ergänzen können wir noch dazu sagen, dass sich natürlich auch da ständig Dinge weiterentwickeln also die Anzahl Palagrafen in unterschiedlichen Vorschriften, Verordnungen aber auch Gesetzen.

00:08:57: Regeln, Infos und so weiter die sind immens.

00:09:01: also das sind Reden hier von Tausenden.

00:09:03: Und dann kommen auch solange Themen wie Gefahrstoffe dazu Arbeitsbetriebssicherheit und die ja auch genauso rechtsverbindlich sind.

00:09:12: und dass dann zu zusammenzuführen und zusammenzufassen dass das für mich als Unternehmer was für mich gilt wo muss ich darauf besonders achten auch eine Priorisierung mit reinzubekommen in die Themen.

00:09:24: Das ist, glaube ich, die größte Herausforderung an dem Fall, nämlich kleinere und mittlere Unternehmen scheider.

00:09:32: Jetzt haben wir für diese Episode so einen Arbeitszickel gewählt wenn Arbeitssicherheit zum Kostenfresser wird.

00:09:37: So jetzt kann man das natürlich aus beiden Richtungen beleuchten als Thema kosten.

00:09:42: Bei uns hier im Verband in der Vergangenheit – jetzt haben wir ja das gemeinsame Projekt und wollen es aktiv angehen.

00:09:46: aber in der vergangenheit muss ich ganz offen sagen, ist dieses Thema immer relevant geworden bei uns wenn die nächste Beitragserhöhung der BG ins Haus stand, weil die Unfallzahlen gestiegen sind.

00:09:54: Und dann gab es diese Aufregung bei den Unternehmen und dann hat man festgestellt, okay, Unfallzahl sind gestiegen.

00:10:00: jetzt müssen wir mit den BG-Zahlen leben und jetzt sind die nächsten was ist das fünf oder sieben Jahr wieder im Raum?

00:10:05: Dann wird das irgendwie bezahlt.

00:10:06: aber das ist ja keine Lösung auf Dauer.

00:10:08: also man kann sicherlich sagen Arbeitssicherheit oder Arbeitsschutz kostet auf der einen Seite Geld und das ist vielleicht auch ein gängiges Vorteil.

00:10:16: auf der anderen Seite und das erlebe ich immer mehr bei Unternehmen wie sagen ganz klar Arbeitssicherheit ist eigentlich eine Managementaufgabe.

00:10:23: Ist ein Wettbewerbsvorteil, wenn es richtig umgesetzt wird also dann das Gegenteil sozusagen?

00:10:27: Wenn Arbeitssichheit nicht konsequent umgesetzt werden wird möglicherweise zum Kostenfresser.

00:10:34: Wie ist eure Sicht darauf?

00:10:35: Ist es tatsächlich im Kostenfressor kostet Geld oder bringt es Vorteile?

00:10:41: Also sowohl als auch natürlich kostet das Geld.

00:10:44: Man muss auch verstehen, warum muss denn überhaupt der Unternehmer die BG-Beiträge alleine bezahlen?

00:10:49: In Gegensatz zu allen anderen Sozialversicherungen.

00:10:52: Ist vielleicht auch mal wichtig...

00:10:53: Steigen wir vielleicht damit ein, dass das ja auch mal so ein bisschen so eine Kaunzone ist.

00:10:56: Richtig genau!

00:10:57: Wir haben ja diese fünf Sozialversicherungennetz in Deutschland und eines dieser Sozialversichernung ist die Gesetze-Unfallversicherung.

00:11:05: Und die gesetze Unfallversicherung muss der Unternehmert deshalb allein bezahlen weil die gesetzliche Unfallfüßicherung die Haftung für die körperliche Unversehrtheit der Beschäftigten ablöst.

00:11:16: Man nennt das Haftungsablösung, das ist da Rechtsbegriff dafür.

00:11:19: und dadurch dass die Haiftung abgelöst wird, wird der Unternehmer sonst aus der persönlichen Haftungen rausgenommen, weil er haftet nach dem Arbeitsschutzgesetz persönlich dafür also der Unternehmner nicht das Unternehmen und das übernimmt die Berufsgedossenschaft.

00:11:33: Deshalb haben sie auch im Arbeitsunfall oder Wegeunfall immer mit der Berufsgedossenschaft zu tun als Verunfallte und nicht mit den Unternehmen.

00:11:41: Und dadurch ist es einfach, um das sicherzustellen hat dann der Gesetzgeber gesagt okay, dann muss der Unternehmer die Beiträge eben alleine bezahlen.

00:11:49: Das ist der Grund.

00:11:51: Und daraus abgeleitet werden dann eben alle Reha-Themen

00:11:53: etc.,

00:11:54: bis hin zur Schadensersatz.

00:11:55: man kann Die Berufsgenossenschaften können dann im Nachgang eines Unfallgeschehens auch einen Schadensersatz gegenüber dem Unternehmer geltend machen.

00:12:04: Und das passiert

00:12:05: auch.".

00:12:05: Das ist erstmal ein Kostefaktor, BG.

00:12:07: Können wir uns vielleicht noch darüber unterhalten wie man da ansetzen könnte?

00:12:11: Aber es gibt auch klare Wettbewerbsvorteile wenn man Arbeitsschutzarbeit-Sicherheit konsequent umsetzt.

00:12:17: Andreas wo liegen die?

00:12:18: Also es ist klar erkennbar dass die Unternehmen diese Sicherung wird ein bisschen an die Spitze arbeiten, auch immer das Thema Arbeitsschutz klar im Fokus haben und klar präsent haben.

00:12:28: Und das auch nutzen um nach außen damit zu werben.

00:12:31: also wenn ich ein besonders sicheres Unternehmen bin, bin ich natürlich auch besonders attraktiv Wenn ich das belegen kann überzahlen dass ich sage Ich bin zum Beispiel unter der Branchenkennziffer Das heißt, wir bewegen uns in Unfallbereichen, dass bei uns das sichere Arbeiten gewährleistet ist.

00:12:46: Dann habe ich automatisch auch ein Wettbewerbsvorteil gegenüber mit Wettarbeiten, weil ich eben sagen kann, bei uns ist der Arbeitsplatz faktisch sicherer als wenn du woanders arbeitest und das ist immer ein großer

00:12:57: Vorteil.".

00:12:59: Und dann kommt natürlich noch dazu, dass die Arbeitgeber, die einen sicheren oder einen gewissen oder hohen Sicherheitstandard gewährleistet, auch bei anderen Themen sehr attraktiv sein können?

00:13:12: Das ist ein Teil der Attraktivität, aber es stahlt natürlich auch nach innen und nach außen.

00:13:18: Wenn ich in meiner Familie jemand habe, der mir sagt bei uns passiert so gut wie gar nichts, dann hat das eine andere Wirkung, wenn du sagst alle drei Tage müssen wir da den Sonne rufen um jemanden vom Hof zu bringen.

00:13:30: Und das hat natürlich auch Wirkungen auf die nächsten Generationen.

00:13:33: Also von dieser Seite her machen viele Unternehmer dem Fehler dass sie das einfach nicht auf dem Schirm haben wie attraktiv es sein kann, keine Unfälle zu haben.

00:13:44: Ganz mal abgesehen von Themen wie Ausfallzeiten.

00:13:46: Also das heißt wenn ich ein hohes Unfall geschehen habe ist das auch immer ein Kostenfaktor für das Unternehmen.

00:13:51: Wenn meine Mitarbeiter ausfallen, wenn sie nicht da Arbeit kommen können, hab' ich einen Problem.

00:13:55: und wenn ich dafür sorgen kann dass das möglichst selten passiert, dann habe ich eben einen großen

00:13:59: Vorteil.

00:13:59: Den Salat in den Fachriff nehmen.

00:14:02: lässt sich das tatsächlich rechnen?

00:14:03: Gibt's da Zahlen zu, wie sich ein konsequenter eine konsequente Prävention tatsächlich auch wirtschaftlich darstellen ist?

00:14:12: Genau.

00:14:12: Es gibt auch Studien dazu, also es gibt Studien einer an kanadische Studie die auch schon ein paar Tage hält.

00:14:18: Die belegt zum Beispiel der Return on Invest immer eins zu drei, so höher wie drei betrifft, also jeder Dollar in dem Fall oder jede Euro den Hinarbeitsschutzinvestier hat einen Faktor drei im Invest und zwar zeitnah.

00:14:33: das eine ist Sparkosten, das andere sich braucht keine Kosten für USage, keine Kosten.

00:14:38: Es gibt aber auch Studien in Deutschland, die das belegen.

00:14:40: Da ist es eins zu zwei.

00:14:42: also es ist auf jeden Fall immer ein positiver Wert.

00:14:45: und das zweite ist natürlich da muss man auch keine Mathematik studiert haben um sich selber zu errechnen sechs Wochen Lohnverzahlung was sie nicht kosten als Unternehmer.

00:14:54: ich muss aber jemand anders noch bezahlen der die Arbeit macht die bleibt ja nicht liegen.

00:14:58: Also habe ich eine doppelte Aufwendung Und wenn ich Pech habe kriege ich dann hinterher auch noch Probleme mit der Schadensersatzforderungen von der BG.

00:15:06: Das kann er auch noch.

00:15:07: und den schlimmsten

00:15:08: Fall im Mitarbeiter, der nicht mehr mit der gleichen Arbeitsleistung für mich erwähnt haben wie eben vorher.

00:15:12: Und gerade bei Sägewerken ist es halt nun mal so dass Unfälle auch gerne oder was heißt gerne?

00:15:18: Im schlimmen Fall auch schwere Unfälle sein können oder in aller allerschlimmsten fall sogar tödliche Unfälle, wo die sich das Problem eh nur potenziert.

00:15:25: Da sprechen wir gleich noch drüber über diese Extrem-Situation.

00:15:29: Ich habe nochmal eine Nachfrage jetzt in dem Herr BG Beiträge hat man grad eben schon angerissen Da gibt es ja sozusagen auch einen Cash Argument, dass deine Rückzahl in der Folgwendesunternehmen sich gut aufstellt.

00:15:44: Das Thema ist aber umstritten weil es nur relativ wenig ist aus meiner Wahrnehmung und es gibt durchaus Forderungen sozusagen das Variablet zu gestalten also dass die guten Unternehmen noch mehr einsparen können, weil man jetzt momentan sozusagen solidar Prinzip

00:16:01: auch die,

00:16:03: sagen wir mal schlechte Arbeit vielleicht derer trägt, die höhere Unfallzahn haben.

00:16:06: Wie seht ihr das?

00:16:07: Könnte man über ein höheres Cashback, ich weiß nicht wie der richtige Begriff ist durch die BG vielleicht tatsächlich noch mehr Anreize setzen, dass Unternehmen da deutlich besser werden?

00:16:19: Ja davon bin ich überzeugt.

00:16:21: also wenn das Bundessystem was ja zum Beispiel jetzt bei der BGHM aktuell glaube ich aber auch maximal malus ist.

00:16:32: Also bolus und malus geht da einher, dann muss man wissen in dem Moment wo ich meine Unfall-Häufigkeitsziffer im Verhältnis zu der gesamten BGHM höher oder niedriger ist.

00:16:43: dementsprechend wird diese Zahl dann relevant.

00:16:46: Und wenn ich die natürlich erhöhen würde auf dreißig Prozent zum Beispiel was die BGBU hat wobei den reinen Malus System hat ja da gibt es kein Bonus Dann wäre natürlich der Faktor bis zu sechzig Prozent Also dreißig Plus, dreißigt Minus.

00:17:00: Und das wäre natürlich nochmal ein zusätzlicher Anreiz für Unternehmen zu sagen okay wir wollen auf jeden Fall diesen Beitrag auch ersparen.

00:17:09: also von der Seite ist es mit Sicherheiten Ansatz und da würde wenn die BGRM dann mit darauf sich einigen würden weil ja alle sechs Jahre müssen sie ihren Gefahrentarif aktualisieren nach dem Sozialgesetzbuch Sieben und dementsprechend könnten die das dann auch mit aufnehmen

00:17:27: Vor allem weil das echt ein großer Vorteil der Branche ist, dass gibt es nur in der BGAM.

00:17:31: Also ich wüsste jetzt... Entschuldigung, wenn du... Wohne werden mal so?

00:17:34: Genau und bin genau richtig!

00:17:35: Weil ansonsten gibt's immer normales.

00:17:36: Das heißt also höhere Unfall zahlen bedeutende höhere Kosten und in der bgm hast du tatsächlich die Möglichkeit über ein gutes Arbeitsschutzmanagement dir einen zusätzlichen Vorteil zu erweilen.

00:17:46: Ja

00:17:47: also wenn man sich mit dem bg-System auseinandersetzt glaube fallen viele positive Dinge auf, aber das wäre so ein Punkt zu einer Forderung glaube ich die wir auch gemeinsam vorbringen wollen.

00:17:55: Auch als Verbände dass wir möglicherweise die besseren Betriebe noch deutlich stärker anreizen.

00:17:59: Genau

00:17:59: durch eine größere Spreizung einfach.

00:18:04: Jetzt hatten wir eben kurz schon das angedeutet Andreas.

00:18:06: das Thema der Ernstfall tritt einen schwere Unfälle bis hin zu tödlichen Unfällen.

00:18:10: jetzt haben wir eben da unter die Prävention gesprochen und jetzt passiert wirklich was Extremes?

00:18:14: Was ist da die Folge?

00:18:16: also wenn sie einen schweren oder tödligen Arbeitsunfall im Unternehmen haben, passiert es erstens mal dass sie neben dem RTV den Seroven um den verletzten Behandel so lassen automatisch die Polizei mit informiert wird.

00:18:30: Das heißt in dem Moment wo sie im RTV anfordern wird die Polizei informiert und der Regel bei schweren oder tödlichen Unfällen stehen die dann auch mit aufm Hof oder auf der Baustelle je nachdem was passiert.

00:18:42: Die haben dann den besetzlichen Auftrag zu klären.

00:18:45: gibt das für Ursache?

00:18:47: Gibt es Ursachen die zu diesem Fall geführt haben, die strafrechtlich relevant sein kann.

00:18:52: Also sie gucken nicht nach Schadensassort sondern auch Strafrecht.

00:18:57: und da gibt es natürlich diesen, kennen wir ja den fahrlässigen, grobfahllässig bis hin zum Vorsatzthema.

00:19:02: und da ist natürlich ein Unternehmer der keinerlei Arbeitssicherheitsthemen auf dem Schirm hat relativ schnell in diesen grob fahr lässigen wenn sogar im Vorsatzbereich weil Die Regeln sollte erkennen, auch wenn die sehr viel und vielschichtig sind.

00:19:20: Und da gibt es halt ein paar Grundregeln, wenn er die außer Acht lässt, so war schon keine Gefährdungsbeurteilung hat?

00:19:25: Dann ist das schon mal sehr wahrscheinlich, dass daraus dann auch strafrechtliche Konsequenzen ziehen können, ob das dann zu einem Verfahren kommt.

00:19:34: Das entscheidet dann in einer schmiedischen Anwaltschaft.

00:19:36: Aber am Anfangsverdacht wird sich damit ableiten lassen.

00:19:39: Was heißt Prävention?

00:19:41: ist nicht nur Prävention zum Schutz mit dabei, sondern Prävenzion heißt auch Schutz des Unternehmers selbst.

00:19:47: Vor allem in solchen schweren Unfall.

00:19:49: Also es geht jetzt nicht nur um den Verunfalten, sondern auch um die Konsequenzen danach da ich immer persönlich hafte.

00:19:54: also nicht das Unternehmen steht im Feuer, sondern ich selbst als Person stehe im Feuer und wenn mir so ein schwere Unfall passiert und wie eben bereits schon gesagt noch nicht meine Gefährdungsbeurteilung vorliegt habe ich grundsätzlich erstmal ein großes Problem.

00:20:07: ob es dann tatsächlich zu einem Verfahren kommt und strafrechtliche Konsequenzen das ganze nach sich zieht, steht auf dem anderen Blattpapier.

00:20:13: Aber ich stehe dann erst mal total im Feuer und wenn ich meine Organisationspflicht in den Vorfeld erfüllt habe, komme auch später noch einmal dazu, dann stehe ich immer erstmal gut da.

00:20:22: Dann hab' ich zumindest erstmal meine Pflichten erfüllt die dafür sorgen können dass solche Verfahren erst gar nicht eröffnet werden.

00:20:29: Ja wir wollen den Unternehmern jetzt nie ein schlechtes Gewissen machen.

00:20:31: Wir werden in der zweiten Episode dran drüber sprechen.

00:20:33: was planen wir gemeinsam?

00:20:35: In dieser Hinsicht zu der Prävention zur Absicherung, aber auch Prävenzion um die Unfallzahn nach unten hin zu bekommen insgesamt.

00:20:42: Weil da müssen wir als Borge besser werden wie das, sagen wir mal, nach den letzten Wigger im Zeiträumen sich ja durchaus dann an der entsprechenden Steigung der Beiträge dann gezeigt hat.

00:20:52: Wo wir noch nicht darüber gesprochen vielleicht nur angerissen haben.

00:20:54: das Thema Fachkräftemangel haben wir gesagt Wir haben eine Kampagne die nennt sich Holster Lente.

00:20:59: ein ganz wichtiges Thema ist Aus- und Fortbildung Das für junge gute Leute in die Branche reinbekommen.

00:21:04: Wie ist da eure Erfahrung?

00:21:05: Betriebe, die gut aufgestellte Bereich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit.

00:21:08: können sie das auch im Sinne einer besseren Nachrucksgewinnung umsetzen?

00:21:15: Definitiv!

00:21:16: Also ich... Das ist so ein bisschen noch der Tenor an den Unternehmen, die wir besucht haben mit dem wir gesprochen haben, dass da wo ein besonderes Augenmerk auch auf solche Themen wie Arbeitsschutze liegen, das Ganze eben öffentlichkeitswirksam betrieben wird nach außen auch kommuniziert wird und vor allem auch, dass es immer das Wichtigste durch die eigenen Beschäftigten auch bestätigt wird.

00:21:37: Das heißt also ganz wichtig ist da so ein Thema wie Mundpropaganda.

00:21:40: wenn ich sage Ich arbeite in einem Unternehmen wo eben einen Augenmerk auf das Thema Arbeitsschuss liegt Wo dem Unternehmer wichtig ist wie's mir dabei geht Dass mich körperlich gesund auch wieder zur Arbeit erscheinen kann und das demnächsten auch mitteile Dann hat das natürlich auch eine Strahlkraft nach Außen und eben beeinflusst auch die Entscheidung von jungen Leuten.

00:22:02: Es ist ein starker

00:22:02: von der Wertschöpfung, einfach ja auch gegenüber den Mitarbeitern.

00:22:05: Und

00:22:07: was da besonders wirksam ist das mir Andreas gerade schon zeigte ist dass die Beschäftigten vor allen Dingen zum Beispiel Azubis selber da kommunizieren und sich damit kleinen Filmchen und so weiter präsentieren in Social Medias also.

00:22:21: das kommt immer sehr gut an und wenn die dann natürlich noch in der Lage sind ist einmal die Sicherheit standarts auch noch sehr generationsgerecht zu vermitteln, dann hat das mit Sicherheit eine doppelte Wirkung.

00:22:34: Bis dahin erstmal vielen Dank!

00:22:35: Ich glaube wir haben so ein bisschen die Risiken mal dargestellt aber auch die Vorteile von einer guten Präventionsarbeit in dem Bereich und in der nächsten Episode schauen wir uns an wie wir als Interessenvertretung gemeinsam mit euch die Unternehmen dabei unterstützen können.

00:22:48: Vielen Dank!

00:22:52: Und denkt dran... Die Zukunft wächst schon heute im Wald.

00:22:56: Ihr habt Lust auf weitere Folgen dann abonniert uns im Kanal und wie immer findet ihr weitere Informationen in unseren

00:23:11: Shownotes.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.