Folge 28 - Peter und Andreas Haas - Kein Holzweg - Arbeitsschutz als Erfolgsstrategie - Teil 2
Shownotes
In der zweiten Folge steht das gemeinsame Projekt von DeSH und GMOH im Mittelpunkt: die standardisierte Gefährdungsbeurteilung für die Säge- und Holzindustrie. Sie soll Betrieben helfen, Arbeitsschutz nicht nur zu dokumentieren, sondern systematisch als Managementwerkzeug zu nutzen. Peter und Andreas Haas berichten, wie unterschiedlich die Betriebe der Branche aufgestellt sind – vom handwerklich geprägten Sägewerk bis zur hochautomatisierten Produktion. Ziel ist eine praxisnahe Grundlage, die rechtssicher, branchengerecht und für verschiedene Betriebsbereiche anwendbar ist.
** Weiterführende Informationen & Hintergründe**
GMOH – Gesellschaft für Management, Organisation und Humankapital mbH Die GMOH begleitet Unternehmen bei der Entwicklung praxisnaher Management- und Arbeitsschutzsysteme und ist Partner des DeSH im aktuellen Branchenprojekt.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Arbeitsschutz
00:00:01: nervt,
00:00:02: sagen viele bis es kracht.
00:00:05: Dann geht es plötzlich nicht mehr um Formulare sondern um Menschenhaftung, Kosten und die Frage wie gut ein Betrieb wirklich geführt ist.
00:00:13: In dieser Timbertalk-Reihe sprechen wir darüber warum moderne Prävention kein Bremslutsch ist Sondern nicht der Erfolgsfaktor.
00:00:22: Herzlich Willkommen beim TimberTalk dem Podcast für Verwendungsmöglichkeiten von Holz als Beitrag zu Klimaschutz Beschäftigung und Wertschöpfung.
00:00:31: Gemeinsam erkunden wir die Zukunft.
00:00:34: Mit Holz!
00:00:35: Ihr Gastgeber ist Lars Schmidt, der Hauptgeschäftsführer der deutschen Säge- und Holzindustrie.
00:00:41: Das Fundament – Der neue DESH-Standard zur Gefährdungsbeurteilung.
00:00:47: In der zweiten Folge steht das gemeinsame Projekt von DESH & GMOH im Mittelpunkt Die standardisierte Gefährderung für die Säage-und Holzindustrie.
00:01:00: Sie soll Betrieben helfen, Arbeitsschutz nicht nur zu dokumentieren sondern systematisch als Managementwerkzeug zu nutzen.
00:01:07: Peter und Andreas Haas berichten wie unterschiedlich die Betriebe der Branche aufgestellt sind – vom handwerklich geprägten Sägewerk bis zur hochautomatisierten Produktion.
00:01:17: Ziel ist eine praxisnahe Grundlage, die rechtssicher, branchengerecht und für verschiedene Betriebsbereiche anwendbar ist.
00:01:28: Ja, willkommen zurück zum Timber Talk heute zum Thema Arbeitssicherheits-Titel der Reihe.
00:01:33: Kein Holzweg, Arbeitssichheit als Erfolgsstudie.
00:01:35: G wie moderne Präventionen den Betriebsschütz und Kosten sinkt?
00:01:40: Und wir haben uns die Aufgabe gestellt in den drei Ausgaben drüber zu sprechen, wie wir von einem vermeintlichen Bürokratiemonster hin zu einem strategischen Erfolgesfaktor für unsere Unternehmen in der Säge- und Holzindustrie kommen können.
00:01:52: meine Gäste sind Peter und Andreas Haas ihr habt euch schon an der ersten Folge vorgestellt.
00:01:57: Ähm, wie sind wir zusammengekommen?
00:01:59: Das ist jetzt vielleicht nochmal die Frage auch interessant.
00:02:02: Wie ist das eigentlich zustande gekommen?
00:02:03: und von meiner Seite... ...ist es tatsächlich so gewesen,... ...dass wir nachdem erneut die BGRM-Beiträge erhöht wurden.
00:02:11: Ich habe das eben schon mal so erzählt, dass das dann immer Wirbel auslöst bei den Unternehmen werden.
00:02:15: Unternehmer hatten der uns kontaktiert haben, hat schöne Grüße von hierher, weiß ich ehrlich Bescheid,... ...und gesagt hatte ich bin auch unzufrieden.
00:02:22: Ich würde da gerne mehr machen mit der Betreuung durch die Sicherheitsfachkraft usw.
00:02:25: Und wir haben dann überlegt.... Was können wir tun?
00:02:28: und dann sind wir auf euch gestoßen?
00:02:30: Ihr habt aber schon Erfahrungen in der Branche.
00:02:31: Vielleicht könnt ihr da mal kurz zu berichten, wo seid ihr in der Rolzwirtschaft unterwegs?
00:02:37: Ja!
00:02:37: Wir arbeiten seit den BDF zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Fertigbauer und haben für den BDEF von Jahr zweitausendfünfzehn bis zwei tausend siebzehnt eine Standardgefährdungsbeurteilung entwickelt für Fertighausbaustelle Und das war die Basis, auf der dann alle weiteren Themen für den BDF durchgeführt wurden.
00:03:02: Dann haben wir mit dem HDH also mit dem Hauptverband der deutschen Holzindustrie ein Projekt in der Form dass wir eben immer wieder zu Arbeitsschutztämen als Sparringspartner zur Verfügung stehen und auch für den Verband selber einen ein Managementsystem betreuen, damit überhaupt auch das Thema Arbeitsschutz in den Verbänden gebliebt wird und umgesetzt wird.
00:03:27: Und das ist sozusagen die Grundlage auf der dann alle weiteren Themen fosen.
00:03:34: Ergänzend würde ich da nur noch hinzufügen wir haben nachdem die Standardgefährdungsbeurteilung für den BDF erstellt wurde.
00:03:40: Das Ganze eben auch vollständig digitalisiert d.h.
00:03:43: den einen digitalen Workflow umgesetzt sodass einfach die Realisierung möglichst schnell und zielgerichtet für die Unternehmen umsetzbar wird.
00:03:51: Weil das ist ja immer ein bisschen das Problem von Gefährdungsbeurteilung als Systematik hin zur Gefährderungsbeureitung, also Prozess im Arbeitsalltag.
00:03:59: Und dafür haben wir dann die digitale Standardgefährdungspurteilen für den BDF entwickelt.
00:04:03: Vielleicht kurz der Exkurs.
00:04:04: was Sie spannend fand ist dass der BDf bzw Fertighaushersteller natürlich eine besondere Herausforderung hat.
00:04:09: Die haben ja nicht nur die Produktion Städte selbst sondern in die Baustelle.
00:04:13: Da hat die besondere Ausfordrungen bei den Betrieben?
00:04:16: Genau.
00:04:17: Ja, Baustellen heißt ja in der Regel auch höher Gefährdruckskotenzial aber es kommen natürlich auch noch weitere Themen dazu.
00:04:22: Denken wir nur an Klimatik und klimatische Verhältnisse, Arbeits- umgebungsbedingungen etc.
00:04:28: Und um nicht jetzt zu weit auszuführen, aber in unserer Sichtweise das Arbeitsschutz ist jede Baustelle ein eigenes Arbeitssystem.
00:04:36: Und der Gesetzgeber hat nun mal gesagt, dass für jede Änderung in dem Arbeitssystem eine Gefährdungsbeurteilung angepasst oder aktualisiert werden muss.
00:04:45: Und deshalb haben wir auch im Rahmen des Projektes diese Systematik so aufgebaut, das für jede Baustelle jedes Fertighausunternehmen eine baustellen- spezifische Gefährtungsermittlung durchführt.
00:04:57: Die wurde dann wie Andreas schon sagte digitalisiert und daraus werden die Vorlagen, die für den Baustellen relevant sind?
00:05:03: Ja!
00:05:03: Die Herausforderungen haben wir ja zum Glück nicht... feststehende Produktionsstätte, aber auch das werden wir gleich noch sehen muss man sich genau anschauen.
00:05:12: Dann haben wir uns zusammengesetzt überlegt es gab ja verschiedene Bereiche die wir da im Blick genommen haben und es war dann relativ schnell klar von eurer Seite dass Fundament ist die sogenannte Standard Gefährdungsbeurteilung.
00:05:23: vielleicht streigen wir damit mal ein was ist die Standard Gefärdungs beurteilungen?
00:05:27: warum ist die so wichtig?
00:05:30: Die einfach Antwort ist, der Arbeit im Arbeitsschutzgesetz, das übrigens seit neunzehntneinzehundertsechs in Kraft ist.
00:05:36: Also jetzt schon dreißig Jahre.
00:05:39: Ist klar formuliert.
00:05:41: Der Unternehmer hat alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, dass Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit gewährleistend bleibt Und er hat die Arbeitsbedingungen zu ermitteln, die Gefährdungen zu feststellen, die Maßnahmen festzulegen die für die jeweilige Gefährdung zur Verhinderung der Wirksamkeit dieser Gefährderungen erforderlich sind und hat die Wirksamheit zu kontrollieren, und zu dokumentieren.
00:06:10: Das sind die Grundanforderungen.
00:06:12: Und für uns ist es die Gefährducksbeurteilung – ich zeichne das immer als die Mutter aller Arbeitsschutztämen – weil wenn ich keine Gefährдуksbeurteilung habe kann ich auch die Maßnahmen nicht definieren.
00:06:22: Da gibt es noch ein paar Anforderungen, das würde jetzt aber alle so weit führen wie eine GefährdulungsbeurTeilung, weil sich sicher aufgesetzt werden muss….
00:06:29: Und das ist das, was wir mit der Standardgefährduchspurteilung erreichen.
00:06:33: Dass wir für die Branche – dem Fall die Sägewerksbranche – einen Fundament schaffen und eine Basis schaffen auf der dann relativ gut und nicht einfach aber sehr zeitnah die erforderlichen Maßnahmen abgeleitet werden.
00:06:49: Und das Ergebnis dieser Gefährdungsbeurteilung wird sein, dass für jedes Unternehmen je nach Betriebsgröße, je nach Art des Unternehmens – bin ich manuell orientiert, bin ich seriell orientiert – ein Maßnahmenkatalog zur Verfügung steht, der dann die Sicherheit gewährleisten soll.
00:07:06: Und übrigens im Gesetz steht nicht drin, dass es nur Produktionsstätten sein müssen sondern alle Tätigkeiten.
00:07:12: Das heißt also wir werden auch in der Standardgefährdungspurteilungen Verwaltung haben Werkstädte Lager und so weiter.
00:07:19: Wir haben uns tatsächlich
00:07:20: auch mit unseren Arbeitsstätten schon angefangen auseinanderzusetzen.
00:07:23: Das ist mir auch klar geworden, dass wir da was machen müssen.
00:07:26: D.h.,
00:07:27: dieses Ding, diese Standardgefährdungsbuttonen wirkt meiner Meinung nach innen und nach außen.
00:07:31: Es ist einmal nach Außen eine Dokumentation für den Arbeitgeber.
00:07:34: Es sind aber nach Innen glaube ich auch so etwas wie eine Checkliste die mir hilft sozusagen meine Trieb selbst zu überprüfen in die richtige Richtung zu entwickeln.
00:07:44: Richtig,
00:07:44: also die Gefährdungsbeurteilung sorgt dafür dass alle Tätigkeiten die in und um mein Unternehmen stattfinden und von meinen Beschäftigten ausgeführt werden ist auch noch nicht vor mir als Unternehmer sondern von meinem Beschäftigen bewertet werden.
00:07:56: Wenn ich sie bewertete habe kann ich klar ersehen wo habe ich Handlungsbedarf und wenn sich daraus Handlungs bedarf ableitet das was wir eben mit den Maßnahmen gemeint haben dann muss ich dir auch umsetzen und im Nachgang kontrollieren ob das dann auch tatsächlich wirksam war ist eben die Gefährdungsbeurteilung nach außen, wie bereits eben schon gesagt.
00:08:15: Der Nachweis für Behörden und Dritte, dass ich diese Themen mir zu Gemüte geführt habe, das ich bewertet hab und danach Maßnahmen abgeleitet.
00:08:23: Und nach innen ist es quasi meine Handlungsanleitung, wie ich mein Unternehmen möglichst sicher aufstellen kann.
00:08:29: Man muss ganz klar sagen, diese Gefährdsbeurteilung Nicht gegen die Unternehmensberichte, sondern positiv.
00:08:35: Das muss man auch vielleicht noch betonen und ich habe manchmal den Eindruck das wird so wahrgenommen da kommt schon wieder was, dass mich kontrolliert um die Gefährdungsbrüderung ist eigentlich eine massive Unterstützung für die Unternehmen.
00:08:45: Absolut!
00:08:46: Und sie ist sogar im Gegensatz zu früher also vor dem Arbeitsschutzgesetz war noch viel stärker reglementiert was ein Unternehmen machen muss oder nicht machen darf.
00:08:57: Seit dem Arbeitsschutzgesetz wird über die Gefährdungsbeurteilung den unternehmerischen Freiheitgewährle ermöglicht, damit er festlegen kann aufgrund der Gefährdukssituation in meinem Unternehmen und meiner Rahmenbedingungen sind die Maßnahmen die richtigen.
00:09:12: Natürlich muss er sich an gewisse Vorgaben halten.
00:09:15: also er kann jetzt sagen bei uns ist alles gut wir machen nichts sondern er muss dann schon die Möglichkeiten auch ausschätzen.
00:09:22: da gibt es dann auch hierarchische Vorgabe.
00:09:24: aber das wird zu weit führen.
00:09:26: Aber die freiheit, die unternehmensche Freiheit wird über die Gefährdungsbeurteilung überhaupt erst ermöglicht.
00:09:32: Ja und wir haben ja in der Episode eins geklärt wo auch die möglichen positiven Effekte auch wirtschaftlich sind.
00:09:38: wenn ich das konsequent umsetze am Ende des Tages.
00:09:40: Bevor wir in dieses Wie einsteigen wie so eine gefährdungs beurteilen entsteht und wie wir da gemeinsam arbeiten vielleicht mal eure Einschätzung So aus der aus dem nähkästchen geblau.
00:09:50: oder wie viele Unternehmen haben denn so eine standardgefährdung zu beurten?
00:09:53: tatsächlich Perfekt in der Schubladelie.
00:09:56: Jetzt oben auf die Branche oder allgemein?
00:09:59: Das überlasse ich euch!
00:10:03: Je nach Betrieb, das ist stark von der Betriebsgröße abhängig also betriebs grösse Betriebstruktur.
00:10:08: Ich sage jetzt mal Konzern gesteuerte Unternehmen haben in Zehrei zu hundert Prozent zumindest eine Gefährdungsbeurteilung schonmal erstellt.
00:10:17: ob die aktuell gelebt wird ist nochmal ne andere Frage.
00:10:21: aber der Gefährduksbeurteilung existiert.
00:10:23: Je kleiner die Unternehmen werden, je geringer wird der Anteil.
00:10:26: Und die DGUV, die deutsche gesetzliche Unfallversicherung hat es statistisch auch festgestellt vor ein paar Jahren – das war schon, glaube ich, fünf bis sechs Jahre her.
00:10:35: Das waren zwanzig neunzehn mal, das glaube ich -, dass noch nicht einmal fünfzig Prozent der Unternehmen in Deutschland eine Gefährdungsbeurteilung haben.
00:10:42: Wobei man da dazu sagen muss, dann möchte ich ja auch die Unternehmer so ein kleines bisschen einen Schutz nehmen.
00:10:47: Es liegt oftmals gar nicht daran, dass die nicht den Willen haben das zu machen.
00:10:51: Sondern dass denen tatsächlich die Werkzeuge fehlen umzusetzen.
00:10:54: und selbst dann wenn die Unternehmen durch externe Fachkräfte betreut werden fehlt oftmals das Fachwissen für die Branche um dann sagen können okay ich habe ich nehme mir denn jetzt zur Seite den Experten und mit dem zusammen erstelle ich eine Gefährdungsbeurteilung für mein Seegewerk.
00:11:09: und da an der Einstelle des Fachwissens pehlt auf der anderen Seite die Umsetzungskompetenz ist es eben grundlegend, dass es eine Standardgefährdungsbeutel für die Branche gibt.
00:11:18: Die beiden, die Arbeit etwas erleichtern kann.
00:11:21: und dann habe ich ja auch die Herausforderung nicht nur das Ding einmalig zu erstellen und vielleicht umzusetzen sondern ich muss es ja permanent aktuell halt
00:11:28: jährlich?
00:11:29: Jährlich!
00:11:30: Also in die Gefährdungspurteile muss jährlig aktualisiert werden.
00:11:32: Das heißt einmal im Jahr muss sich mehr mein Arbeitssystem Unternehmen von außen anschauen.
00:11:36: hat sich irgendwas verändert?
00:11:38: falls sich etwas verändert hat musste sie natürlich auch in der Gefährderungspurtteilung niederschlagen.
00:11:42: Also sowohl intern, also was verändert sich in meinem Unternehmen?
00:11:44: als auch vielleicht extern.
00:11:45: hat sich etwas in der Gesetzeslage.
00:11:47: Genau,
00:11:47: beides!
00:11:48: Beziehungsweise zum Konkrentisieren?
00:11:50: Der Gesetzgeber hat keinen Zyklus festgelegt, dass es nicht im Gesetz zu sehen, das du jährlich aktualisieren musst sondern der Gesetzgebe hat gesagt immer dann wenn sie ging um Arbeitssystemen was verändern musste die Gefährduchspurteilung anpassen.
00:12:02: Wir empfehlen und so handeln wir auch in den Unternehmen die wir betreuen dass wir sagen, einmal jährlich setzen wir uns zusammen oder tauschen wir uns aus.
00:12:12: Gibt es neue Arbeitsfelder?
00:12:13: Gibt das neue Geschäftsfelder?
00:12:14: gibt es neue Arbeitsverfahren?
00:12:17: Und dann dementsprechend die Quertungsbeurteilung anzupassen.
00:12:20: Jetzt müssen wir noch mal kurz über das Fundament sprechen und jetzt wissen wir, dass fünfzig Prozent der Unternehmen haben so etwas möglicherweise nicht oder nicht glücklich aktuell.
00:12:28: Das heißt, es fehlt die Grundlage für die Umsetzung im Unternehmen und der Unternehmer geht ein permanentes Risiko ein wenn extrem was passiert.
00:12:37: Richtig!
00:12:38: Genau.
00:12:38: Und dann kommt natürlich noch dazu, was Andreas ja auch gerade schon angedeutet hat, dass die Praxishilfen oder die Anwendungshilfen der BG's nicht unbedingt unternehmergerecht sind sondern die versuchen dann die eierlegende Wollmilchsau mit allen möglichen Rahmenthemen zu bespielen.
00:12:56: und am Ende gibt es da ein dreißig-vierzigseitiges Dokument das keiner tatsächlich versteht oder aufanwirken
00:13:03: kann."
00:13:06: der betrieblichen Praxis massiv eingebunden ist, schlicht zeitlich überfordert.
00:13:10: Ist das dann umzusetzt?
00:13:11: Richtig!
00:13:11: Also er ist damit erstens zeitlich und zweitens auch meistens von der Kompetenz her überforderdet weil er das gar nicht umsetzen kann.
00:13:18: also es ist wirklich einfach so was in der Regel nicht möglich anhand der Praxishilfen eine vollständige rechtskonformer Gefährdungspurteilung für meinen Unternehmen zur Stellen die dann noch aktualisiert wird und jedem an der Stelle zugänglich gemacht wird.
00:13:32: Der ist dann eben auch im Arbeitsalltag einsetzen soll.
00:13:35: Vielleicht noch als Ergänzung zu dem Thema, was wir erleben in den Unternehmen hat sich jetzt auch im Projekt so dargestellt das externe Sicherheitsfachkräfte zwar die Gefährdungsbeurteilung erstellen aber sich gar nicht mit dem Unternehmen auseinandersetzen können weil sie die Branche nicht kennen oder verstehen.
00:13:54: Oder weil der Unternehmer oder die Verantwortlichen gar nicht einbezogen werden.
00:13:58: da gibt es dann eine Ich sage mal eine klassische Vorlage, einen Axelsheet oder was auch immer.
00:14:03: Was eben für die Unternehmen dann erstellt wurde, bezieht sich aber nicht auf die tatsächlichen Tätigkeiten.
00:14:09: Das
00:14:09: ist ein häufig geäußertes Thema auch von den Unternehmern, dass sie sich da nicht ausgereicht und unterstützt fühlen oder auch von dem Unternehmer, der dann Verantwortung stehen.
00:14:17: Aber das war tatsächlich auch ne Lernkopf für mich gewesen, als wir eingestiegen sind.
00:14:22: Dachte ich es geht eher um sozusagen die Organisationen von diesen C-Forrests.
00:14:28: Aber es war dabei recht schnell klar, die ist Fundament und die Grundlage ist erstmal diese Gefährdungsbeurteilung, die wir gemeinsam arbeiten müssen.
00:14:34: Und das unter der Herausforderung dass wir Laub-Nadelholz, Großgleit-, Weiterverarbeitungen
00:14:39: etc.,
00:14:40: ihr seid da mittlerweile ein bisschen tief eingetaucht in der Mitgliedschaft haben.
00:14:46: Sprech mir mal über wie wir das Ganze umsetzen.
00:14:50: Wir haben gemeinsam was Projekt gestartet und ihr seid auf die Reise gegangen
00:14:55: Richtig, also.
00:14:55: wir haben dann angefangen uns Unternehmen aller Größenöffnungen anzuschauen.
00:15:00: Sehgewerke betrachtet mit fünf Mitarbeitern und sehgemerkt betrachten mit über tausend Mitarbeiteren jetzt Und das das das Gefälle in der Branche ist einfach extrem groß.
00:15:12: Also es heißt die auch die die Standards die die teilweise angewandt werden sind extrem groß.
00:15:17: Es gibt Seegewerken wo tatsächlich noch das Holz an fast allen Arbeitsplätzen von Hand eingeführt, von Hand wieder ausgelegt und gestabelt.
00:15:26: Und es gibt Seegewerke wo man das Holz eigentlich gar nicht mehr sieht ab dem Moment wo's vom Grundholzplatz im Berg verschwindet bis es eben hinten wieder gestablt rauskommt.
00:15:34: In dieser Range bewegen wir uns da.
00:15:35: also die Standards sind extrem divers Wahnsinnig unterschiedliche Anforderungen an die Beschäftigten.
00:15:42: In einem Sägewerk, wo ich alles noch von Hand hochhebe, habe ich natürlich die körperliche Körberlechekomponente und im Sägenwerk, in dem einer nur noch drei Joysticks sitzt, aber vor sich hat der Zeit gleich beobachten muss.
00:15:54: Der ist ja nicht minder beansprucht.
00:15:55: Er hat nur eine andere Beanspruchung, die eben auf ihn einwirkt und das ist ein anderer Arbeitsplatz mit anderen Anforderungen.
00:16:02: Das muss dann irgendwie berücksichtigt werden, dass ich die Möglichkeit habe in einer Gefährdungsbeurteilung für die Branche trotzdem diese große Diversität an Unternehmen abzubilden.
00:16:12: Wir haben im Prinzip einen Standardvorgehensweise im Kopf oder auf Papier.
00:16:17: Wir haben angefangen, sehr systematische Unternehmen zu besuchen und verschiedene Betriebsgrößen und dann innerhalb dieses Unternehmen die unterschiedlichen Produktionsschritte abzuklopfen.
00:16:28: Unser Job war ja zu gucken, wie wird von Holzanlieferung bis zur Verladung und Versendung des Holzes?
00:16:38: Welche Arbeitsschritten sind in den jeweiligen Unternehmen dafür erforderlich?
00:16:42: Und da haben wir festgestellt, es gibt viele gleichartige Themen.
00:16:45: Es gibt aber auch sehr unterschiedliche Themen.
00:16:47: Andreas hat sie ja gerade schon mal angesprochen.
00:16:51: was wir aber auch festgestellt haben ist dass die Unternehmer selber sich schon bewusst sind was für Risiken Sie in Ihrem Unternehmen haben Aber so richtig die Möglichkeiten der Verbesserungen gar nicht wahrnehmen weil zu einfach.
00:17:11: Das war schon immer so.
00:17:12: Unsere Mitarbeiter haben schon immer gearbeitet und es gar nicht in Betracht ziehen, da auch andere Themen heran zu ziehen.
00:17:21: Und das sehe ich auch ein bisschen im Rahmen dieser Branche-Gefährdungsbeurteilung, dass man eben guckt.
00:17:26: Das haben wir übrigens auch in anderen Branchen erlebt.
00:17:30: Ich nenne das immer Schwarmintelligenz.
00:17:32: also was machen andere gut?
00:17:35: andere Dinge gut.
00:17:36: Wenn man die versucht, übereinander zu starben hat einen hohen Sicherheitsstandard in der Branche und da genau das versuchen wir mit dem Projekt auch dass wir sagen es ist übrigens das kleinste Unternehmen wo wir besucht haben mit drei Beschäftigten oder vier war eines der ersten der Vakum-Sauger verwendet hat.
00:17:52: Da hat keiner mehr von Hand.
00:17:54: was gestabelt ja in den kleinsten Unternehmen also auch das geht.
00:17:58: Das hängt also nicht wohl von der Betriebsgröße ab sondern...
00:18:01: Ist das mal ein Bewusstseits?
00:18:04: Genau!
00:18:04: Und das für andere dann auch zu sagen, okay das Invest ist überschaubar aber der Nutzen ist extrem hoch weil deine Mitarbeiter ja ich meine heben und tragen.
00:18:14: wenn du das ein paar Jahre machst dann sagt irgendwann deine Wirbelsäule jetzt reicht's.
00:18:19: Und das kannst Du vermeiden indem Du eben solche einfachen Dinger verwendest.
00:18:23: Das ist jetzt ein Beispiel und so gibt es mehrere Beispiele und das ist natürlich auch wichtig dass man aus dieser Gefährdungsbeutelung die wir als Fundament betrachten immer wieder weitere Lösungsansätze findet.
00:18:36: Jetzt haben wir eine ganze Reihe von Besuchen schon gemacht.
00:18:40: Erkennt ist es natürlich für uns nichts Neues, unterschiedlichste Betriebskreusenproduktionsschritte vom Handisch bis hochmechanisiert.
00:18:48: Wie ist eure Einschätzung?
00:18:50: Kriegen wir das unter einen Hut?
00:18:52: Kriegten wir das in der Standardgefährdungsbeurteilung abgebildet was die Palette unserer betrieblichen Voraussetzungen anbelangt?
00:19:02: Grundsätzlich ja!
00:19:04: Wir müssen nur eine Differenzierung durchführen nach der Art des Sägewerks.
00:19:08: Also unsere Vorstellung ist, dass wir sagen, wir gucken was es ein manuelles Säagewerk und was ein serielles Säegewerk.
00:19:14: Das ist für uns die Hauptunterscheidung weil eben da die Belastungen und die Beanspruchungen unterschiedlich sind.
00:19:20: ja Die restlichen Themen sei es jetzt Werkstatt sei es im Standhalt sei es Lager können wir gleich und die Verwaltung die kann man Einheitlich sehen haben.
00:19:29: dann kann auch jedes Unternehmen entscheiden.
00:19:31: Was habe ich davon?
00:19:32: Und was hab' Ich nicht?
00:19:33: Also aus unserer Sicht, ja die Systematik ist uns auch klar und verständlich.
00:19:39: Und wir können alle Bereiche abdenken bis hin zu diesen tausend Mann unternehmen weil im Endeffekt ist das immer eine Anzahl beziehungsweise eine Multiplikation der Tätigkeiten.
00:19:49: Ja genau es einfach mehr Holz also.
00:19:50: das heißt im Prinzip sind ja die Tätigkeit nahezu identisch?
00:19:55: Es ist einfach nur in einer anderen Schlagzahl mit mehr Beschäftigten, mit mehr Holz und manchmal kommen dann so Dinge wie zum Beispiel noch ein Pelletswerk dazu.
00:20:02: Das sind ja auch Besonderheiten die es dann eben in der Branche mal gibt.
00:20:04: aber auch die kann man abbilden über die Standardgefährdungsbeurteilung indem wir einfach einen Betriebsbereich denken.
00:20:09: also es gibt Betriebesbereiche die haben alle es gibt betriebsreiche die habe weniger und dann kann ich mir aus meinem Baukasten praktisch meine Standardgefärdungs Beurteilungen zusammenstellen um dann am Ende des Tages trotzdem ein komplettes Bild in eine Gefährdung zu beurteilen.
00:20:23: Wir werden die ersten Ergebnisse demnächst mal vorstellen, auch in der Mitgliedschaft live.
00:20:27: Aber vielleicht schon mal jetzt ein bisschen vorweggegriffen.
00:20:31: Wie können die Unternehmen das Ganze dann so ein Stück weiter umsetzen und nutzen?
00:20:35: Also ich glaube was klar geworden ist es gibt Unternehmen, die haben eine Gefährdungsbeurteilung andere haben sie noch nicht.
00:20:41: aber selbst die Unternehmen den Gefährds Beurteilungen haben könnten zukünftig davon profitieren weil sie sozusagen einfach jährlich ne bessere Arbeitshilfe haben.
00:20:50: das ganz aktuell zu halten.
00:20:52: Also es gibt die beiden Echttonen, oder?
00:20:54: Genau.
00:20:55: Was man dazu sagen muss ist wir haben kein Unternehmen getroffen wo alle Betriebsbereiche mit einer Gefährdungsbeurteilung versehen sind.
00:21:02: ja also dieses Allebetriebsbereich oder alle Arbeitsbereiche hat nicht selbst größere Unternehmen nicht so auf dem Schirm.
00:21:10: da ist die Produktion klar weil das dann die Hauptgefährdungen sind.
00:21:14: aber der Rest wird eher
00:21:16: sternstmütterlich
00:21:17: behauptet
00:21:17: sein.
00:21:18: also meistens bedanke.
00:21:18: Wir wissen dass wir das eigentlich auch machen müssten Aber es ist die Verwaltung.
00:21:23: Und mit dem Argument, was ich durchaus nachvollziehen kann, weil einfach der Aufwand im ersten Moment trotzdem groß ist da eben auch eine Gefährdungsbeurteilung für zu erstellen wird dann eben genommen um das eher stiefmütterlich zu behandeln und das wäre natürlich jetzt der große Vorteil wenn's einmal in der Gesamtbetrachtung ist, dann würde ich auch das nutzen, weil eben alles mittrin ist.
00:21:43: Also wir haben es immer aktuell Wir habens vollumfänglich und wir haben systematisch für unterschiedliche Bereiche
00:21:48: Genau.
00:21:48: Schöpft du was dazukommt?
00:21:49: Was wir ja... Was unser Ziel ist, was wir in allen Projekten immer auch sehr unsetzlig sind, dass wir am Ende einer Praxisanwendung erarbeiten die maximal zwei DINA IV Seiten hat.
00:22:03: Der Teil M würde jetzt aber zu weit führen um das im Detail zu besprechen.
00:22:07: Das stellen wir dann in der Mitgliederversammlung vor.
00:22:11: Für mich ist die Gefährducksbeurteilung als Ganzes, die Basis um daraus herauszufildern was es wirklich relevant und dann zu priorisieren in welcher Reihenfolge können sich das dann umsetzen.
00:22:21: Und da kann ich dann eben dementsprechend für den Unternehmer so eine Art Checkliste machen, To-Do Liste wie auch immer man das neu Deutsch nennen will oder mit der an der Saison erarbeiten können.
00:22:32: Die zweite Ebene kommen wir ja im dritten Teil noch dazu.
00:22:35: Wir wollen ihn nicht alleine lassen Sondern wir wollen ja vor allem den kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei unterstützen bei der Umsetzung.
00:22:43: Ja,
00:22:43: wirklich die Standardgefährdungsbetreuung ist ein wesentliches Fundament Baustein.
00:22:47: aber wir haben noch weitere Elemente, die schauen uns gleich noch an.
00:22:51: Aber nochmal ganz konkret was bekommt dann das Unternehmen von uns?
00:22:55: Die bekommen eine Datei, die so strukturiert ist dass sie Ich will jetzt sagen schnell,
00:23:03: aber
00:23:03: systematisch sage ich mal die einzelnen Produktionsbereiche abklopfen können.
00:23:08: Richtig!
00:23:08: Also es heißt in kurzer Zeit ist jedes Unternehmen in der Lage anhand dieser Standardgefährdungsbeurteilung eine Gefährdungspurteilungen für sein ganzes Unternehmen abzubilden.
00:23:24: Und wir führen ihn auch durch die Gefährdungsbeurteilung durch.
00:23:29: Das heißt, er bekommt nicht nur einen Ausdruck, wo draufsteht, jetzt hast du die Gefärdungen, sondern er bekommt eine Anleitung dazu.
00:23:36: wie gehe ich mit dem jeweiligen Inhalt um?
00:23:39: Er bekommt ein Inhaltsverzeihnis, er kann also relativ einfach ganz durchklicken und bekommt auch Arbeitsabläufe im ersten Schritt dargestellt, wo er für sich entscheiden kann.
00:23:47: Das haben wir nämlich auch im Projekt festgestellt.
00:23:50: Jedes Unternehmer kann relativ schnell sagen das haben wir es nicht.
00:23:55: An dem Sprechen kann er schon mal auswählen was sie überhaupt zutrifft oder nicht zutrifft und daraus ergeben sich dann wieder die Folgetür.
00:24:03: Gut bis dahin dass Fundamente die Standardsgefährdungsbeurteilung wie die insgesamt Projekte eingebettet ist.
00:24:09: das sprechen wir in den dritten Teil darüber an dieser Stelle.
00:24:13: Noch mal ganz herzlichen Dank an die Unternehmen, die da die Tür beöffnet haben euch da reingelassen haben.
00:24:19: Das war eine ganz ganz wichtige Kundlage um das sozusagen im Sinne der Gesamtbranche umzusetzen.
00:24:24: Ohne dass ging es nicht.
00:24:26: also wenn wir die Branche nicht kennen können ja auch die Gefährdung nicht beurteilen.
00:24:30: Wir wundern auch echt mit offenen Armen empfangen.
00:24:32: Also das heißt es waren jetzt keine Vorbehalte oder Ängste da.
00:24:35: Wir durften alles dokumentieren, bedürften uns alles anschauen und vor allem wurde sich auch die Zeit genommen.
00:24:40: Es ist ja nicht so, dass wir nach drei Minuten wieder weg sind sondern das ist schon, dass glaube ich schon.
00:24:44: Dass es bei einem erheblicher Eingriff in einen normalen Arbeitsalltag war wenn wir da plötzlich auftauchen und werden dadurchs ganze Werk geführt und schauen uns alles an gehen auch organisatorisch durch die ganze Administration.
00:24:56: also wir gehen ja schon in den tiefenden Unternehmen und dann muss natürlich auch die Bereitschaft dar sein das uns zu zeigen.
00:25:01: Ja
00:25:03: sehr sehr schön zusehen, dass eben die Offenheit da ist auch uns das zu zeigen.
00:25:08: Das ist schön, dass so ein Aufennight da ist.
00:25:10: Dann schauen wir uns im dritten Teil weiter an Und denkt dran, die Zukunft wächst schon heute im Wald.
00:25:23: Ihr habt Lust auf weitere Folgen?
00:25:24: Dann abonniert unseren Kanal und wie immer findet ihr weitere Informationen in unseren
00:25:38: Shownotes!
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