Folge 31 - Marcus Kirschner - Die unsichtbaren Riesen der Logistik - Teil 2

Shownotes

In dieser Folge geht es um die großen Herausforderungen der Holzverpackungsbranche. Wir sprechen über die europäische Verpackungsverordnung, zunehmende Bürokratie und die Sicherung des heimischen Rohstoffs Holz. Außerdem erklären wir, was hinter dem Holzpreisindex und dem internationalen Pflanzenschutzstandard ISPM 15 steckt.

Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung

Der HPE vertritt die Unternehmen der Holzpackmittelindustrie und informiert über Paletten, Kisten, Exportverpackungen, Kabeltrommeln sowie ergänzende Logistikdienstleistungen. Auf der Verbandsseite finden sich aktuelle Branchenthemen, politische Positionen und Ansprechpartner.

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Qualität und Branchenstandards

Die HPE-Verpackungs- und Palettenrichtlinien definieren Anforderungen an sichere und belastungsgerechte Holzverpackungen. Vorgestellt werden außerdem die Branchensoftware PALLET-Express zur Konstruktion und Tragfähigkeitsberechnung von Paletten sowie PaC-Express zur statischen Berechnung individueller Verpackungen.

Informationen zu Qualität und Branchenstandards

HPECycle / PPWR-ready

HPECycle ist das bundesweite Netzwerk für die Rücknahme, Qualitätsprüfung, Reparatur, Wiederverwendung und das Recycling gebrauchter Paletten und Holzpackmittel. Ziel ist es, Holz möglichst lange im Kreislauf zu halten und erst am Ende der Nutzungskaskade energetisch zu verwerten.

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HPE-Holzpreisindex

Der HPE-Holzpreisindex bildet die Entwicklung der Einkaufspreise wichtiger Schnittholz- und Holzwerkstoffsortimente für Holzpackmittel und Paletten ab. Er wird gemeinsam mit der Universität Bonn ermittelt und schafft eine neutrale Orientierung für Unternehmen und Marktpartner.

Zum aktuellen HPE-Holzpreisindex

Transkript anzeigen

00:00:01: Sie bewegen die Wälde und bleiben meist unsichtbar.

00:00:03: Paletten, Kisten, Verpackungen aus Holz.

00:00:06: Ohne sie stünden globale Warnstürme still und Supermarktlegale blieben leer.

00:00:11: In diesem Timber Talk sprechen wir mit HPE-Geschäftsführer Markus Kirschner über einen Wirtschaftszweig der weiteres Innovativer ist als auf den ersten Blick erscheint.

00:00:20: Hören wir gemeinsam rein in eine Branche, die mehr bewegt als man denkt!

00:00:24: Herzlich willkommen beim TimberTalk dem Podcast für Verwendungsmöglichkeiten von Holz als Beitrag zu Klimaschutz, Beschäftigung und Wertschöpfung.

00:00:33: Gemeinsam erkunden wir die Zukunft mit Holz!

00:00:37: Ihr Gastgeber ist Lars Schmidt der Hauptgeschäftsführer der deutschen Säge- und Holzindustrie.

00:00:42: In dieser Folge geht es um die großen Herausforderungen der Holzverpackungsbranche.

00:00:47: Wir sprechen über die europäische Verpackungsverordnung zunehmende Bürokratie und die Sicherung des heimischen Rohstoffsholz.

00:00:54: Außerdem erklären wir, was hinter dem Holzpreisindex und dem internationalen Pflanzenschutzstandard ISPM-Fünfzehn steckt.

00:01:03: Willkommen zurück zum Timbertalk mit Markus Kirschner, der Geschäftsführer vom HPE!

00:01:08: Das ist der Verband der Holzpackmittel-, Paletten- und Exportverpackung und wir sprechen heute über den unsichtbaren Riesen der Logistik eben dieser Holzverpackungen.

00:01:18: Im ersten Teil haben wir so ein bisschen drauf geschaut – Was sind Holzver Packungen?

00:01:22: Welche Relevanzbedeutung haben die?

00:01:24: Und was macht der HPE?

00:01:27: Im zweiten wollen wir noch ein bisschen stärker drauf schauen.

00:01:29: Was sind eigentlich eure Herausforderungen, wie geht ihr als HPE damit um?

00:01:34: Also lasst ja!

00:01:35: Ja hallo willkommen zurück Willkommen zurück.

00:01:37: auch vielen Dank dass wir zu Gast sein dürfen hatte ich in der ersten Episode vergessen zu sagen Wir sind im schönen Bartonev da habt ihr euren Standort und das sind für heute zu Gast.

00:01:45: Ja sehr gerne.

00:01:48: Im Moment kommt keiner in der Holzbranche an den Regulierenden der EU vorbei Und ich bin da immer so ein bisschen hergerissen, oftmals steckt der ja ein sinnvolles Ziel dahinter.

00:02:02: Was uns dann eben Probleme macht ist sozusagen die Umsetzung.

00:02:06: und jetzt ist ein Thema was uns gemeinsam beschäftigt euch vielleicht noch stärker als unsere Briebe wobei es ja viele auch Überschneidungen gibt das ist die pwr.

00:02:15: so vielleicht kannst du die Abkürzung auflösen und mal kurz beleucht man ist eigentlich dass das sinnvolle ziel dahinter bevor wir in die umsetzung oder über die umsetzung sprechen

00:02:23: Ja gerne, PPWR ist die Packaging & Packaging Waste Regulation also kurz gesagt EU-Verpackungsverordnung.

00:02:30: Die eigentlich ein ziemlich gutes Ziel hat nämlich den Verpackungsmüll zu reduzieren der in den vielen Jahren seit den neunzigern eigentlich stetig zugenommen hat.

00:02:41: deswegen erkennt man dort auch einen sehr starken Fokus auf Kunststoff und Ja, das ist eigentlich das Wesentliche.

00:02:49: Natürlich ein bisschen Pappe, Stahl, Aluminium etc.. Wir sind auch mit reingerutscht!

00:02:56: Und jetzt... Das ist wirklich ein begrüßtes Wertesziel.

00:02:59: tatsächlich und jetzt geht es in die Umsetzung rein und da kommt natürlich dann immer das Thema Bürokratie.

00:03:06: Das spielt dann sofort eine Rolle und die Belastung der Betriebe.

00:03:09: Und man hört zunehmend Kritik, nicht nur in unsere Branche noch außerhalb.

00:03:14: Etliche Fernsehberichte jetzt nicht mehr weil das kommt so langsam an in den Wirtschaftssystemen.

00:03:18: Vielleicht kannst du mal versuchen aus eurer Sicht darzustellen was ist an der Umsetzung sozusagen schief gelaufen zu kritisieren?

00:03:27: Wo gibt es da die Unsicherheiten?

00:03:30: Ja da wäre es glaube ich ganz gut einen kleinen Klick in die Historie zu werfen Denn die Verpackungsverordnung, wie gesagt eigentlich ein ganz gutes Ziel.

00:03:39: Die kam kurz nach der SOP The Single Use Plastics Directive also Einweg Kunststoffregelung und es entsteht bei vielen so ein bisschen der Eindruck wenn man die PPW erliest da hat man das reingepackt was dort vergessen wurde oder nicht durchsetzbar war.

00:03:56: Wie auch immer aber hat natürlich einen viel größeren Ansatz Da natürlich auch in der EU das Prinzip der Diskriminierungsfreiheit herrscht, das heißt wenn es dort einer Regelung gibt die allgemein ist wie in dem Fall für Abfall dann gilt sie natürlich auch für alle Arten von Materialien.

00:04:14: Das ist natürlich erst mal ein ganz gutes Prinzip.

00:04:18: Am Anfang werden Corona kurz nach Corona als die ersten gelegten Version da war und da haben wir uns das Ganze angeschaut mussten feststellen super kompliziert geschrieben, schwer verständlich für die Unternehmen.

00:04:37: Auch für uns eine der wirklich kompliziertesten Verordnungen mit denen wir bisher zu tun hatten.

00:04:41: und ich hatte ja in der ersten Folge schon mal gesagt Wir sind eigentlich Mittlererklärer in beide Richtungen sowohl für die Unternehmer als auch für die Politik.

00:04:52: Und da mussten wir auch feststellen, dass eben durch dieses Prinzip es gilt für alles natürlich ein enormer Bedarf da ist in der Politik überhaupt die Branche zu kennen und zu verstehen.

00:05:08: Und ich glaube uns geht's ja auch genauso.

00:05:10: Wir sind auch nicht Experten in allen Gebieten.

00:05:14: Deswegen haben wir da natürlich auch Verständnis für, aber erwarten natürlich auch dass man sich dann auch zeitnimmt uns entsprechend zuzuhören und zu erklären.

00:05:23: Das heißt wir sind also ein bisschen wie naja Lehrer ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber eigentlich net so schöne Education und das passt eigentlich das ganze.

00:05:32: Ja ihr seid wirklich Mittler oder Wir sind mittler als Verbände sozusagen in beide Richtungen und das fällt mir auch wieder auf.

00:05:37: Wir müssen es den Unternehmen erklären und hören was Versuch in der Praxis und versuchen wiederum, bei denen die sozialen Richtlinien entwickeln dann für entsprechende Korrekturen zu sorgen.

00:05:48: Kannst du mal versuchen zu skizzieren was die PPWR jetzt ganz konkret bedeutet?

00:05:52: Für eure Betriebe, für die Betrieber die sozusagen in so einer Logistik hätte drin stecken.

00:05:59: Man muss unterscheiden dass die PPWA im Wesentlichen für den BITUSI Bereich und für Kunststoff konzipiert war Wie ich gesagt habe, dass dann natürlich viel andere Packungsmaterial mit runterfallen.

00:06:12: So auch wir die ja im BtoB Bereich sind und als Holz natürlicher Rohstoff der eben auch nachwächst eine Sonderstellung haben, die nicht so ganz reflektiert wird.

00:06:27: aber im Prinzip bedeutet das erst mal grundsätzlich nur solche Verpackungen auf den Markt gebracht werden, die Recycling-Face sind.

00:06:35: Das ist man das Grundprinzip jetzt eben seit September.

00:06:39: Und da sind wir natürlich super raus, also unser Material weil ja auch wir haben das Holzrecycling, Kaskadennutzungen, haben wir schon seit vielen, vielen Erzehnten eigentlich mit drin.

00:06:55: Aber was dann um der kommtes Thema Bürokratie wieder?

00:06:58: Mit hinein ist natürlich die Dokumentation des Ganzen.

00:07:03: Das heißt dort wurden Strukturen aufgebaut wo du mittels einer Konformitätserklärung als sogenannte Manufacturer, das heißt Erzeuger im Deutchen.

00:07:16: Völlig neuer Begriff der da auch verwendet wurde statt klassischer Hersteller nachweisen muss dass die Verpackungen die dir auf dem Marktbrings eben konform zu dem Gesetz ist und allein diese Begrifflichkeiten das eben nicht mehr klassisch Herstellern genannt wird weil Das verstehen einfach viele.

00:07:37: Darunter, wenn sie physisch Verpackungen produzieren hat viele erstmal vor ein riesen Verständnisproblem gestellt.

00:07:46: das ist auch zu klären und zu erklären.

00:07:49: So jetzt sieht die PPWR natürlich ein mehrstufiges in vielen zeitlichen Abschnitten hochgeschraubtes verfeinern.

00:07:59: manche würden sagen eskalieren.

00:08:00: kann man sich streiten drüber der Regelung von Kennzeichnungen welche Arten, Materialen drin sind, welche Recyclingfähigkeiten dort sind.

00:08:12: Das wird auch sowohl in der Normung beispielsweise noch bearbeitet weil die Europäische Kommission entsprechende Aufträge an zehn Europäischen Normungsinstitut gegeben hat da Lösungen zu finden gleichzeitig aber auch mit Dritten mit Beratungsunternehmen zusammenarbeitet die dann Marktanalysen machen sollen und auch Empfehlungen an die Kommission weitergeben.

00:08:38: Und für die Unternehmen ist es dadurch, dass sie deutlich mehr Dokumentationspflichten haben für die sie aber oder durch die Sie aber auch keine Palettekiste- oder Kabeltrommelmehr verkaufen natürlich erstmal total schwierig und nicht nachvollziehbar in Sinne was der Mehrwert eigentlich sein soll tatsächlich.

00:09:03: Andererseits muss man da sagen, dass die EU in dem Fall mit einem tollen Ziel wahrscheinlich auch sehr übers Ziel hinausgeschossen ist.

00:09:15: Wir haben ja einen Übergang gehabt zwischen den letzten Wahlen zum Europaparlament.

00:09:21: Die kamen dazwischen.

00:09:22: Da musste und sollte die PPWR noch schnell fertig werden.

00:09:27: das war ein ziemlich turbulenter Endspurt.

00:09:31: Und jetzt geht es an die thirty-six delegierten Rechtsakte, die noch kommen sollen.

00:09:37: Und da hat natürlich die Kommission als Gesetzgeber einen gewissen Vorteil, was ein Unternehmen nie hat.

00:09:44: Damit hat man sich auf die nächsten zehn Jahre natürlich gewisse Arbeit gesichtet.

00:09:47: Wir gesichert behaupten die einen.

00:09:50: Andererseits ist aber so viel im Unklaren das noch präzisiert werden muss und das führt einfach zu einer Riesenverunsicherung.

00:09:59: Ja, und ich habe das auch... Du hast gesagt, dass dir diese Begrifflichkeiten überhaupt erst mal zu verstehen welche Rolle ich als Unternehmen einnehme in dieser PBBR.

00:10:07: Das ist sozusagen Logik.

00:10:09: Dann kam noch hinzu, dass es kurz vor den Kraftreden nochmal einen neunzig Grad Haken geschlagen wurde oder?

00:10:15: Und jetzt ist die Verunsicherung riesengroß!

00:10:17: Ja, also mit und drin gab es schon einen ganz entscheidenden Punkt.

00:10:22: Gab eine Definition, die nannte sich High Quality Recycling kann man vielleicht ein gewisserweise nachvollziehen, wenn man denkt, wenn ihm mal eine klassische PET-Flasche aus dem Supermarkt kennt.

00:10:35: Das hat Übersetz bedeutet.

00:10:36: ich nehme die Recycledi und es wird genau wieder eine solche Flasche, nichts anderes also weder in T-Shirt noch Plastikglüte noch sonstige sondern genau diese Flaschen ist auf Palettenkisten und Holz relativ schwer umzumünzen, weil wenn ich die mal schreddere dann wird es schwierig wieder genau die Palette zumal an dieses Feuer war.

00:10:58: Das Ganze hat man nach vielen Erklärungen tatsächlich verstanden, hat das ganze abgemildert dass es natürlich auch möglich ist in dem Bereich hochwertige Sekunderostoffe zu gehen was wir glücklicherweise in unserer Branche haben Dadurch, dass wir dann eben das Material, was dann wenn es nicht mehr repariert werden kann und geschreddert wird in Palettenklötze beispielsweise reingesetzt werden können oder eben auch ins Spanplatten für den Möbelbereich, für dem Baubereich.

00:11:28: Und damit haben ja eine vielfach längere Nutzung – und vor.

00:11:33: daher auch der Kohlenstoff ist einfach auch länger bespeichert in der Nutzungen.

00:11:39: Ja, jetzt sagtest du, das Ding ist in Kraft?

00:11:41: Da muss noch viel nachgebessert.

00:11:44: Ich glaube gelesen zu haben, ich weiß nicht ob es verbrieft ist das Ursula von der Leyen gesagt hat soll gar nicht so streng angewendet erst mal werden.

00:11:52: Wenn jetzt noch nachgebessert wird was sind eure Forderungen?

00:11:54: Was muss sich deutlich verbessern auch im Sinne der Holzverpackung beinahe an der PPWA.

00:12:00: Wir sehen wesentlich die Punkte da drin dass es innerhalb eines jeden Mitgliedsstaats eine Stelle gibt bei der man sich als Hersteller im Sinne erweiterten Hersteller Verantwortung, also verantwortlicher für das Produkt für die Verpackung bis zum Ende der Lebensdauer.

00:12:22: Also wenn es wirklich dann zum Recycling geht registrieren muss.

00:12:27: Das heißt gerade für kleine mittelständische Unternehmen, die dann auf dem Export hier die sind ist das eigentlich nicht händelbar sich in sieben Zwanzigmitgliedstaaten anzumelden und dort auch noch bevollmächtigt dazu haben Das ist ein Riesenpunkt, den wir haben.

00:12:46: Dann gibt es einen ganz guten Vorstoß der sagt das KMU ausgenommen werden sollen bis zu einer Größe von zehn Tonnen pro Jahr in dem Bereich.

00:13:00: Das klingt erst mal schön aber bringt das Ungleichgewicht dass man am Anfang mit der Pippeware versucht hat rauszunehmen durch die Gleichbehandlung der Materialien eindeutig wiederher, weil es ist vom Volumen her.

00:13:14: ein ganz anderes Thema.

00:13:16: Zehnton Plastik zu zehn Tonnen Holz?

00:13:19: Ja!

00:13:19: Das liegt halt im Material und ist reflektiert vor allem nicht die Eigenschaften, die unser schönes Holz einfach als nachwachsender Rohstoff hat und da sollte man sicherlich im Ganzen nochmal nachdenken.

00:13:37: Dritte und wesentliche Punkt ist, dass die ganzen Dokumentationsberichtspflichten deutlich reduziert werden können.

00:13:47: Weil Frage an Frau von der Leyen welchen Sinn macht das wenn ich eine Regelung habe?

00:13:51: Und dann aber sagen wir gucken nicht so genau hin!

00:13:54: Das ist natürlich auch wettbewerbsmäßig kritisch vor allem wenn es verschiedene Länder gibt genauer hinschauen, weniger genau hinschaun oder durch die nationalen Umsetzung.

00:14:05: Die ja noch kommen in Hang zum Goldplating.

00:14:08: also wir wollen besser sein als der Rest

00:14:10: haben.

00:14:10: Ja ich denke wir sind nur seichs wird uns alle Verbände noch weiter beschäftigen.

00:14:15: das Thema und ich finde es eigentlich wieder mal schade dass ein einig gutes Ziel nämlich Abfall zu reduzieren durch die dann überbürokratische Umsetzung so ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist.

00:14:27: Definitiv!

00:14:28: Ein

00:14:30: weiterer Punkt, den hat man eben in der ersten Episode schon angesprochen.

00:14:34: Auf der einen Seite seid ihr viele Betriebe die mittelständisch Familien geführt sind, regional ansässig sind.

00:14:42: das Rohholz-Rundholz wird regional eingekauft und die Produkte sind aber Teil von globalen Lieferketten mit ganz anderen sozusagen Marktgesetzen und ganz anderen Auswirkungen.

00:14:53: Das heißt jetzt sei ich da im immensen Spannungsfeld Und ihr versucht eure Mitgliedern eben mit entsprechenden abgesicherten Marktbeobachtungen zu helfen.

00:15:02: Da gibt es einen HPE-Holzpreisindex beispielsweise, vielleicht kannst du uns da mal abholen was ist das und was ist die Zielsetzung?

00:15:08: Das

00:15:09: ist ja sicherlich

00:15:09: auch eine große Herausforderung für die Betriebe genau in diesem Spannungsfeld unterwegs zu sein.

00:15:13: Ja natürlich denn wir alle profitieren vom globalen EU weiten Handel.

00:15:19: Das ist nunmal übernend, die Warenströme sind global ist die Branche, wie du sagst im Vergleich zu anderen vielleicht etwas kleinteiliger aufgestellt.

00:15:30: Aber auch die Kunden verlangen eine gewisse Sicherheit und das war so eines der Ziele, die dann seinerzeit für über zwanzig Jahren dazu geführt haben dass man sich zusammen mit der Uni Bonn, mit dem Statistik-Lehrstuhl Gedanken gemacht hat.

00:15:49: Wie können wir sowohl den Unternehmen der Branche als auch deren Kunden eine gewisse Stabilität und Verlässlichkeit geben?

00:16:01: Die Volatilität am Markt, insbesondere bei den Holzpreisen im Einkauf für unsere Unternehmen sowohl abhängig ist von der Region wo ich es kaufe aber auch von der Struktur der Unternehmen.

00:16:15: Beispielsweise sind manche Unternehmen im Bereich Holzerndl unterwegs kaufen dort ein, kaufen nicht direkt im Sägewerk.

00:16:26: andere wiederum haben vielleicht auch ein eigenes Sägenwerk.

00:16:28: andere brauchen auch zum Beispiel Sperrholz, das so in Deutschland gar nicht mehr gefertigt wird.

00:16:34: Das heißt da ist man dann ins Garninavien unterwegs beispielsweise und darum wurde seinerzeit ganz bewusst gesagt wir gehen als Verband aber wir wollen unabhängig bleiben.

00:16:48: deswegen Statistiklehrstuhl der Uni Bonn den Weg und fragen die Einkaufspreise die die Unternehmen quasi zahlen für verschiedene Holzsortimente, Holzwerkstoffsortimnte ab.

00:17:04: Und die Uni wertet das ganz neutral aus.

00:17:08: und veröffentlichtes Anfangsquartalsweise.

00:17:10: Die Ergebnisse mittlerweile seit Corona, wo wir ja erhebliche Volatilitäten hatten, monatlich.

00:17:17: Ja, das ist wahrscheinlich eine gute Unterstützung für eure Betriebe.

00:17:20: Bietet einfach so ein bisschen mehr Transparenz im Rahmen des möglichen, was es Wettbewerbsrecht hergibt?

00:17:26: Vor allem auch dadurch, dass für uns natürlich die oberste Priorität ist, die Neutralität.

00:17:32: Das heißt wir haben da überhaupt keinen Einfluss.

00:17:35: dann um unser Unternehmen immer mitzumachen was auch sehr unenglagt.

00:17:40: Der Rest liegt im Statistik-Kleerstuhl.

00:17:43: und wenn wir mit unterschiedlichsten Unternehmen sprechen oder auch Anfragen, die an unsere Geschäftsstelle herangetragen werden aus Kundenbranchen dann sehen wir, dass dieser Holzpreisindex mittlerweile Vertragsbestandteil ist.

00:17:57: Zwischen Verpackungsholzbackmittelherstellern ist auch über Deutschland hinaus und ob das im Baltikum oder in Portugal, Italien oder sonst wo der Index so etabliert und renommiert eben wahrscheinlich aufgrund dieser Tatsache der Neutralität und der breiten Abdeckung Dass wir mit Sicherheit sagen können, dass er Auswirkungen auf über siebzig Länder hat.

00:18:24: Spannend!

00:18:26: Wenn wir bei internationalen Bahnverkehrs sprechen, Markus, sprechen wir natürlich auch immer über das Thema Einschleppen oder Verschleppten von Schädlingen gerade ins Holzprodukte geht?

00:18:34: Ist immer ein Thema... Wenn man sich so eine Palette oder so eine Holzverpackung genau anschaut, ich habe gerade also ein bisschen den Blick.

00:18:40: Da ist ein Stempel drauf und da geht es um eine Abkürzung ISPM-Fünfzehn.

00:18:44: Das ist sicherlich einen Punkt, den viele Szenen aber gar nicht genau wissen was damit zu tun hat und wie diese beiden Geschichten zusammenhängen.

00:18:50: Vielleicht kannst du uns da mal abholen?

00:18:51: Was hat ISPM fünfzehn mit Schädlingen zu tun?

00:18:55: Ja, ISPM fifteen das ist der internationale Phytosanitäre Standard, der sicherstellen soll dass es im internationalen Waren Verkehr nicht zur Verschleppung von etwahängigen Organismen kommt, wie Käfern beispielsweise Wespen oder sonstiges.

00:19:15: Die auf anderen Kontinenten oder Biosphären zu Schäden an der jeweiligen Vegetation, Tierwelt etc.

00:19:26: führen.

00:19:27: Das war früher ein enormer Aufwand.

00:19:32: Jede Verpackung wurde einzeln geprüft wurde untersucht auch von entsprechenden Fachleuten.

00:19:40: Dann und bis dann entsprechende Genehmigung da waren, war ein Riesenkostenblock international in der Welt.

00:19:46: Stellt

00:19:47: euch das vor an den Häfen?

00:19:48: Wenn es da reinkommt?

00:19:50: Ja, vor allem ist natürlich erstmal der Hotspot.

00:19:53: Und durch den Standard, den man vom IPPC International Plant Protection Convention auf unebenebendem weltweit harmonisiert hat hat man sowohl mehr für Sicherheit gesorgt, weil es ein einheitlicher Standard ist.

00:20:08: Jeder in jedem Land in der Welt weiß genau was er zu tun hat und vor allem auch weiß nicht.

00:20:15: Und natürlich die Unternehmen wissen das genauso und durch eine Hitzebehandlung, die wir hier in Deutschland eben haben über eine gewisse Zeitdauer wird einfach wenn Schädlinge drin sein sollten Man weiß ja nicht, man schneidet es nicht auf oder es wird nicht gerünscht.

00:20:33: Kann man eben durch eine Eifersumwandlung potenzielle Schädlinge quasi abtöten?

00:20:40: Man kennt das auch in anderen Bereichen und ist jetzt nicht nur auf Holz bezogen.

00:20:44: Wenn man mit dem entsprechenden Ministerium auch spricht sieht man dass es zum Beispiel auch mal im Bereich Obst zu solchen Fällen kommen kann, wo dann großzügig Quarantäne zonen im alten Land beispielsweise gezogen werden, bis dann wieder alles vernünftig funktioniert.

00:21:01: Ja und das heißt wenn auf so einer Verpackung dieser Stempel drauf die ISP-Fünfzehn heißt es soll Sitz behandelt uns da geht überhaupt keine Gefahr Schädlinge sonst irgendwas aus sondern alles abgetötet was da drin ist.

00:21:14: das ist sozusagen das Ziel?

00:21:15: Genau!

00:21:16: Das ist das Ziel damit alle Biosferens arbeiten.

00:21:20: Wir haben eben darüber gesprochen, dass der HPE auch die politische Stimme der Branche ist.

00:21:25: Jetzt haben wir sehr viel über die Themen gesprochen, die sozusagen uns aktuell umtreiben und wo ihr auch Dienstleister seid in allen Bereichen.

00:21:35: Welche Themen beschäftigen euch denn noch beim HPE und in der Holzverpackungsindustrie?

00:21:42: Ein ganz wesentlicher Punkt für die Zukunft ist das Thema der Rohstoffsicherung.

00:21:49: Wir sehen natürlich durch den Klimawandel, dass sich Strukturen, Baumartenzusammensetzung in den Wäldern verändern.

00:21:55: Das ist eine Herausforderung.

00:21:56: da haben wir vollstes Vertrauen auch zum Forst denn die Leute du bist ja auch Förster wissen was sie tun haben das gelernt und auch über Jahrzehnte, Jahrhunderte angewandt.

00:22:11: und dreieinhalb Jahre nachhaltige Forstwirtschaft.

00:22:15: Und was wir sehr bedenklich finden, dass es aber anscheinend immer eine Zahl von Ungläubigen gibt.

00:22:23: Wenn ich das nur so sagen darf die dem Ganzen nicht so trauen und da lieber sagen wir müssen alles stilllegen.

00:22:29: So und das ist für uns relativ schwierig nachvollziehbar denn wir haben die Fachleute die wissen wie wir auch den Wäldern helfen können sich dem Klieferwandel entgegenzustellen.

00:22:42: und durch die Nichtnutzung Wir sehen es an den Kalamitäten, an den Borkenkäfern und an den Windwürfen etc.

00:22:50: Haben wir diese Gewährleistung einfach nicht wenn der Wald sich selbst überlassen wird Und dann nimmt er einfach zu großen Schaden und braucht viel länger um sie selbst zu holen Und dadurch wird ein Rohstoff entzogen Der einzig Nachwachsende dem wir in Deutschland haben noch einer der wenigen die wir überhaupt haben.

00:23:10: Man spricht jetzt im gesamtpolitischen Kontext und den globalen Rahmenbedingungen, die wir haben.

00:23:14: Logischerweise verständlicherweise auch immer davon dass wir sichern müssen, dass wir unsere Resilienz stärken müssen.

00:23:21: Und daher verstehe ich das dann überhaupt nicht wenn man eben genau diese Quelle abschaltet weil dann bin ich wieder abhängig irgendwann von Importen von sonstwollher auf der Welt und es kann nicht ziel für uns sein.

00:23:32: Ja da haben wir ein gemeinsames Interesse.

00:23:34: häufig kommen ja genau diese Produkte In der Vorverarbeitung, in der Vorkette sozusagen von unseren Betrieben und man stelle sich Logistiketten wie wir sie eben beschreiben hätten vor Ohnholz.

00:23:44: Dann wären wir bei fossilen Materialien die deutlich höhere CO-Zweibelastungen verursachen.

00:23:50: Ja das mit Sicherheit.

00:23:51: also wer da wahrscheinlich sehr stark reinstoßen würde die momentan eher vernachlässigbaren Markteinteile haben.

00:23:57: sind Kunststoffpaletten beispielsweise?

00:24:02: Ja, weniger reparabel Holz kann man relativ schnell reparieren wenn mal ein Brett kaputt ist.

00:24:08: Das wird bei diesen Plastipaletten relativ schwierig und vor allem wenn es Abrieb gibt was ja ganz normales Wenn Materialien über dem Boden scheuern oder sonstiges alles hat einen Abriebe dann haben wir uns halt Holz-Bähne.

00:24:20: das ist Natur belästendes Holz das ist halt ganz einfach

00:24:23: so.

00:24:24: Und bei Plastik Kunststoff haben wir Mikroplastik.

00:24:29: Wir wissen alle, wo mittlerweile auch bei uns im Körper Mikroplastik nachgewiesen ist und deswegen finde ich das sehr bedenklich wenn es sich dahin entwickeln würde.

00:24:37: Ja

00:24:38: also ein wichtiger Stichpunkt würde mich auch sehr interessieren was passiert eigentlich mit diesen Abfallpaletten die da dann entstehen in dieser Logistikette?

00:24:46: Klar, wir kennen uns jetzt schon so lange Abfall-Paletten.

00:24:50: Finde ich jetzt nicht so passend weil wir haben hier einen hochwertigen Sekundärrohstoff.

00:24:59: Aber das ist ein Thema für, glaube ich eine komplette neue Folge.

00:25:04: Markus bis hierher erst mal vielen Dank für die zweite Episode.

00:25:08: Spannend Regulierungsdruck kann man besprochen.

00:25:11: da müssen wir noch dran arbeiten.

00:25:12: gut gemeinte Ziele sind nicht oftmals gut umgesetzt.

00:25:15: Das ist tatsächlich so.

00:25:16: Wir haben Blick auf den Holzpreisindex geworfen Tatsächlich ein wichtiges Instrument für eure Betriebe in diesem sehr volatilen Markter Holzprodukte sicher gemacht werden.

00:25:28: Der ISP-Fünfzehn Standard, der auf jeder Verpackung sozusagen sichtbar ist und letztlich über unser beider Kerngeschäft nämlich eine nahhaltige Waldwirtschaft um überhaupt diese tolle Kette an Holzprodukten aufrechtzuerhalten.

00:25:42: erst mal bis hierhin vielen Dank und du hast eben schon ein Stichwort geliefert.

00:25:46: jetzt schauen wir mal die Zukunft der Palette und was da so abgeht.

00:25:49: dann

00:25:49: tun wir das.

00:25:50: Danke Lars!

00:25:52: Und denkt dran... Die Zukunft wächst schon heute im Wald.

00:25:56: Ihr habt Lust auf weitere Folgen?

00:25:58: Dann abonniert unseren Kanal.

00:26:00: Und wie immer findet ihr weitere Informationen

00:26:02: in unserem Show notes!

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